Kay Prinz
 
 
 

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Atelier am Westensee

 

                         
"Kugelharfe"
 

 

Workshops                    Galerie                 Monatsbilder

 

Bild im August

 

 

"Von dem großen Elefanten"   2000 - Aquarell / Bleistift - 58 x 72 cm

Kennst du den großen Elefanten,
du, weißt, den Onkel von den Tanten,
den ganz ganz großen, weißt du, der -
der immer so macht, hin und her.

Der läßt dich nämlich vielmals grüßen,
er hat mit seinen eignen Füßen
hineingeschrieben in den Sand:
Grüß mir Sophiechen Windelband!

Du darfst mir ja nicht drüber lachen.
Wenn Elefanten so was machen,
so ist dies selten, meiner Seel!
Weit seltner als bei dem Kamel.


                                                                         Christian Morgenstern

 

 

Amerikanische und deutsche Künstler stellen in Laboe Werke zum Thema "Colors of the wind" aus. > Termine

 www.freya-frahm-haus.de >  Video anschauen

 

 

Bild im Juli

 

 

"Flaute"   2018 - Acryl  - 50  x 40 cm (in Privatbesitz)

entstanden während Workshop-Wochenenden für "Die Brücke e.V."

 

 

Bilder im Juni

 

 

"Möwenlied"  2018 - Acryl / Tinte - 50 x 40 cm

Die Möwen sehen alle aus,

als ob sie Emma hießen.

Sie tragen einen weißen Flaus

und sind mit Schrot zu schießen.


Ich schieße keine Möwe tot,

ich laß sie lieber leben -

und füttre sie mit Roggenbrot

und rötlichen Zibeben.


O Mensch, du wirst nie nebenbei

der Möwe Flug erreichen.

Wofern du Emma heißest, sei

zufrieden, ihr zu gleichen.

                                                       Christian Morgenstern

 

 

 

"Bumerang"  2018 - Aquarell - 40 x 30 cm

War einmal ein Bumerang

War ein weniges zu lang

Bumerang flog ein Stück

Aber kam nicht mehr zurück

Publikum - noch stundenlang

Wartete auf Bumerang

                                            Joachim Ringelnatz

 

 

 

"Die Ameisen" (J. Ringelnatz)   2018 - Aquarell / Tinte - 40 x 30 cm  (in Privatbesitz)

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.

 

  

4. Offenes Atelier am Westensee > Termine

 

Bilder im Mai

 

 

"Und auf einmal steht es neben dir."   2018 - Aquarell / Gouache - 30 x 40 cm  (in Privatbesitz)

Und auf einmal merkst du äußerlich:
Wieviel Kummer zu dir kam,
Wieviel Freundschaft leise von dir wich,
Alles Lachen von dir nahm.
Fragst verwundert in die Tage.
Doch die Tage hallen leer.
Dann verkümmert Deine Klage ...
Du fragst niemanden mehr.
Lernst es endlich, dich zu fügen,
Von den Sorgen gezähmt.
Willst dich selber nicht belügen
Und erstickst, was dich grämt.
Sinnlos, arm erscheint das Leben dir,
Längst zu lang ausgedehnt. - - -
Und auf einmal - -: Steht es neben dir,
An dich angelehnt - -
Was?
Das, was du so lang ersehnt.

                                                          Joachim Ringelnatz

 

 

"Nightingale"   2018 - Acryl und Mixed Media - 100 x 120 cm    # 1

 

 

"Der Papagei"   2018 - Aquarell / Tinte - 30 x 40 cm    (in Privatbesitz)

Es war einmal ein Papagei,
der war beim Schöpfungsakt dabei
und lernte gleich am rechten Ort
des ersten Menschen erstes Wort.

Des Menschen erstes Wort war A
und hieß fast alles, was er sah,
z.B. Fisch, z.B. Brot,
z.B. Leben oder Tod.

Erst nach Jahrhunderten voll Schnee
erfand der Mensch zum A das B
und dann das L und dann das Q
und schließlich noch das Z dazu.

Gedachter Papagei indem
ward älter als Methusalem,
bewahrend treu in Brust und Schnabel
die erste menschliche Vokabel.

Zum Schlusse starb auch er am Zips.
Doch heut noch steht sein Bild in Gips,
geschmückt mit einem grünen A,
im Staatsschatz zu Ekbatana.

                                                                         Christian Morgenstern


 

 

"Kuttel Daddeldu und die Kinder"  2001 - Aquarell - 40 x 55 cm  (in Privatbesitz)

Wie Daddeldu so durch die Welten schifft,
Geschieht es wohl, dass er hie und da
Eins oder das andre von seinen Kindern trifft,
Die begrüßen dann ihren Europapa:
„Gud morning! Sdrastwuide! - Bong Jur, Daddeldü!
Bon tscherno! Ok phosphor! Tsching – tschung! Bablabü!”
Und Daddeldu dankt erstaunt und gerührt
Und senkt die Hand in die Hosentasche
Und schenkt ihnen, was er so bei sich führt,
- - Whiskyflasche,
Zündhölzer, Opium, türkischen Knaster,
Revolverpatronen und Schweinsbeulenpflaster,
Gibt jedem zwei Dollar und lächelt: „Ei, ei!“
Und nochmals: „Ei, Ei!“ - Und verschwindet dabei.

Aber Kindern von deutschen und dänischen Witwen
Pflegt er sich intensiver zu widmen.
Die weiß er dann mit seltensten Stücken
Aus allen Ländern der Welt zu beglücken.
Elefantenzähne – Kamerun,
Mit Kognak begoßnes malaiisches Huhn,
Aus Friedrichroda ein Straußenei,
Aus Tibet einen Roman von Karl May,
Einen Eskimoschlips aus Giraffenhaar,
Auch ein Stückchen versteinertes Dromedar.

Und dann spielt der poltrige Daddeldu
Verstecken, Stierkampf und Blindekuh,
Markiert einen leprakranken Schimpansen,
Lehrt seine Kinderchen Bauchtanz tanzen
Und Schiffchen schnitzen und Tabak kauen.
Und manchmal, in Abwesenheit älterer Frauen,
Tätowiert er den strampelnden Kleinchen
Anker und Kreuze auf Ärmchen und Beinchen.

                                                                Joachim Ringelnatz
 

 

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